SWR-Serie - Podcasts.

Die Zukunft der Arbeit.

Unser Konzept der Lebensarbeitszeit ist starr und passt weder zu modernen Familienstrukturen und  zur steigenden Lebenserwartung noch zu den Anforderungen des Arbeitsmarktes. Dort wird der flexible und mobile Arbeitnehmer gesucht. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für flexible Organisationskonzepte und verabschieden sich von festen Schreibtischen, vorgegebenen Abläufen und geregelten Arbeitszeiten. Physische Anwesenheit verliert an Bedeutung, ständige Erreichbarkeit wird dafür umso wichtiger. Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit löst sich auf. Wie sieht die Arbeit der Zukunft aus?

 

Das Copyright liegt ausschließlich beim Südwestrundfunk.

1. Das Büro

 

Von Dirk Asendorpf

 

Unser Konzept der Lebensarbeitszeit ist starr und passt weder zu modernen Familienstrukturen und  zur steigenden Lebenserwartung noch zu den Anforderungen des Arbeitsmarktes. Dort wird der flexible und mobile Arbeitnehmer gesucht. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für flexible Organisationskonzepte und verabschieden sich von festen Schreibtischen, vorgegebenen Abläufen und geregelten Arbeitszeiten. Physische Anwesenheit verliert an Bedeutung, ständige Erreichbarkeit wird dafür umso wichtiger. Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit löst sich auf. Wie sieht die Arbeit der Zukunft aus?

1 - Das Büro.mp3
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2. Die Fabrik

 

Von Uwe Springfeld

 

Das Fließband hat vor hundert Jahren die Fertigung von Waren revolutioniert: Sie wurde in immer kleinere Arbeitsschritte unterteilt. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben schließlich die Roboter die Fabriken erobert. Doch Automatisierung kostet Arbeitsplätze. Arbeiter sind so rar geworden, dass man sie schon in „gläsernen Fabriken“ ins Schaufenster stellt. Doch die Grenzen der Automatisierung sind erreicht, wenn die Arbeit der Maschine teurer ist als die eines Menschen. Auch lassen sich Arbeitsplätze nicht beliebig ins Ausland verlagern. Wie sieht vor diesem Hintergrund die Fabrik der Zukunft aus?

2 - Die Fabrik.mp3
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3. Die Mobilität

 

Von Dirk Asendorpf

 

Seine Heimat zu verlassen, war bis in die 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts meist eine Entscheidung fürs Leben. Globalisierung und billige Flugverbindungen schufen den Trend zur Pendelmigration: Man findet einen interessanten Job im Ausland, zieht ihm für ein paar Jahre hinterher, kommt wieder zurück – oder zieht weiter. Soziale Kontakte verlagern sich ins Internet. Gleichzeitig folgt nicht nur der Mensch der Arbeit, sondern die Arbeit auch dem Menschen. Nordseekrabben werden in Marokko gepult, T-Shirts in Bangladesch genäht, Anrufe bei amerikanischen Firmen von einem indischen Call Center beantwortet. Erwachsen aus der globalen Arbeitsteilung jetzt auch globale Arbeitsbedingungen und eine globale Arbeitsethik?

3 - Die Mobilität.mp3
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4. Die Arbeitszeit

 

Von Gisela Krone

 

Warum eigentlich sollten Festangestellte noch immer acht Stunden am Arbeitsplatz absitzen? Um effektiver und zufriedener arbeiten zu können, will der mündige Festangestellte von heute freier über seinen Tagesablauf bestimmen als bisher. Dank virtueller Arbeitsplätze geht das auch. Tatsächlich schaffen freiere Angestellte ihr Tagespensum in der Regel in weit weniger als acht Stunden - und sie sind kreativer, wenn sie die gewonnene Zeit privat nutzen können. Viele Unternehmen sammeln bereits Erfahrungen mit dieser „Easy Economy“. Ergebnis: Die „flexiblen“ Mitarbeiter sind auf diese Weise nicht nur ständig erreichbar, sie neigen auch zu freiwilliger Mehrarbeit bis zur Selbstausbeutung. Führt die „freie Zeiteinteilung“ also nur zu mehr Unfreiheit?

4 - Die Arbeitszeit.mp3
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5. Die Erfolgsgeschichten

 

Von Dietrich Brants

 

Jeder Erfolg basiert auf einer Story – zum Beispiel im Marketing: Ein Produkt verkauft sich nur dann gut, wenn es eine gute Geschichte erzählt. Vor allem aber in der Organisation von Unternehmen: Nur wenn das Management weiß, welche Geschichten die Mitarbeiter über ihre Firma, die Produkte, die Kollegen und die Arbeitsabläufe erzählen, welchen Denk- und Handlungsmustern sie folgen, was sie motiviert und welche Mentalität vorherrscht, kann ein Betrieb so organisiert werden, dass Ressourcen optimal genutzt werden. Das jedenfalls ist die These von Beratern, die mit narrativen Methoden arbeiten. Wie produktiv ist Storytelling bei der Organisation von Unternehmen? Erzählen Frauen am Arbeitsplatz eigentlich andere Storys als Männer?

 

5 - Die Erfolgsgeschichten.mp3
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6) Die Führungskräfte


Sonja Striegl und Gábor Paál

 

Chefallüren und Ellbogen sind out; der charismatische, hemdsärmelige Macher, der sagt wo es langgeht, gilt als Auslaufmodell. Unternehmensberater predigen flache Hierarchien. Statt Druck, Kontrolle und Zielvorgaben sollen Führungskräfte heute Vertrauen in die Eigenverantwortung der Mitarbeiter zeigen. Sind die neuen Führungsmethoden Ausdruck eines gesellschaftlichen Wertewandels? Sind es neue Kommunikationstechniken, die neue Organisationsprinzipien einfordern? Oder ist es der – wenn auch noch schwach – wachsende Anteil von Frauen in den Chefetagen, die neue Unternehmenskulturen fördern?

7 - Kreativität und Muße.mp3
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7. Kreativität und Muße

 

 

Von Beate Krol

 

Wer unterfordert ist, wird krank. Wer überfordert ist, ebenso. Sind genug Arbeitnehmer auf dem Markt, ist das aus Unternehmenssicht zu verschmerzen. In Zukunft werden jedoch weniger Fachkräfte zur Verfügung stehen. Dann gilt es, bei der Arbeit für die richtige Balance zwischen Routine und Wechsel und Druck und Entspannung zu sorgen. Erkenntnisse aus der Kreativitäts- und Motivationsforschung können dabei helfen. Aber auch das Naturell der Menschen ist zu berücksichtigen. Wenn es darum geht, wie viel Muße und Routine nötig sind, um fit zu bleiben und Ideen zu entwickeln, ticken beileibe nicht alle gleich.

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