Big-Five-Test.

Welche Persönlichkeitsdimensionen haben Sie?

Warum reagieren Menschen in der gleichen Situation unterschiedlich? In der Psychologie gelten die "Big-Five-Faktoren der Persönlichkeit" als die fünf umfangreichsten Gebiete, die die Persönlichkeit einer Person definieren und die individuellen Unterschiede ausmachen.

 

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1 Einleitung

 

Bereits seit langem wurde die menschliche Persönlichkeit erforscht und versucht, sie in unterschiedlichen Typen zu gliedern. Am bekanntesten sind die „vier Temperamente“, die bereits seit der Antike existieren: Ein Mensch ist z.B. entweder Choleriker oder Sanguiniker.

 

Mehr und mehr rückten diese starren Typologien in den Hintergrund und der Ansatz der „Persönlichkeitsfaktoren“ (oder Persönlichkeitsdimensionen) kam ins Blickfeld. Darunter werden besonders wichtige Merkmale verstanden, die bei allen Menschen vorhanden sind, die jedoch unterschiedlich ausgeprägt sind.

 

Im Laufe der Zeit fünf Faktoren festgestellt, mit denen es möglich ist, die Persönlichkeit einer Person hinreichend genau zu beschreiben. Diese Zahl wurde durch zahlreiche Studien immer wieder bestätigt; die Faktoren erwiesen sich also als sehr stabil.

 

Mittlerweile hat sich deshalb der Begriff „Big-Five“ etabliert. Er bringt zum Ausdruck, dass es sich bei diesen Faktoren um allgemeingültige, breite Faktoren handelt.

 

Die „Big Five“ gelten grundsätzlich nicht nur im westlichen Kulturraum, sondern sie gelten weltweit und haben überall Anerkennung gefunden. Sie haben also Bestand in einer Vielzahl von nationalen, wirtschaftlichen, kulturellen, religiösen und sprachlichen Umgebungen.

 

Die Wesenszüge einer bestimmten Person sind aber nicht ganz fest in Stein gemeißelt: Zwar kann sich jemand nicht grundlegend ändern. Durch besondere Lebenserfahrungen und/oder durch ein gezieltes und bewusstes Training der eigenen Persönlichkeit lässt sich das spezifische verhalten in bestimmten Situationen in die gewünschte, die positive, Richtung bringen.

 

Podcast "Die Big-Five"

Hören Sie sich das Thema als Podcast an.

2 Die Big Five im Einzelnen

 

2.1 Extraversion

 

Die Extraversion bezeichnet die Stärke der Tendenz „Zuwendung nach draußen“. Sie ist das erste grundlegende und universelle zentrale Persönlichkeitsmerkmal.

 

Extrovertierte Menschen sind in ihrem Verhalten gesprächig, gesellig, selbstsicher, unternehmungslustig, optimistisch, eher sorglos und gehen von sich aus auf andere zu. Die Extraversion umfasst Merkmale wie Herzlichkeit, Heiterkeit, Aktivität, Frohsinn und Erlebnishunger. Dagegen sind introvertierte Personen eher zurückhaltend, schweigsam, sehr oft auch verschlossen und in sich zurückgezogen – sie neigen dazu, ihre Gefühle unter Kontrolle zu halten sowie vorauszuplanen.

 

2.2 Negative Emotionalität

 

Emotionalität sagt etwas über die Stärke und Häufigkeit aus, die notwendig sind, um (nur) von seinen Gefühlen geleitet und beeindruckt zu werden. „Belastbare“ Menschen benötigen eine höhere Anzahl von stärkeren Reizen, um aus dem Lot gebracht zu werden. „Sensible“ Personen sind recht empfindlich für die Reize.

 

Der emotional Sensible erfährt Gefühle stärker und deutlicher als viele andere. Menschen mit einer „negativen Emotionalität“ sind oft angespannt, ängstlich, besorgt und nervös. Sie zweifeln sehr oft an sich selbst, grübeln viel und können weniger gut mit Stress umgehen. Sie neigen eher als andere zu Pessimismus und Frustration. Neben diesen Merkmalen verbinden sich relativ oft vegetative Beschwerden sowie eine erhöhte Stress- und Krankheitsanfälligkeit.

 

2.3 Verträglichkeit

 

Verträglichkeit bezeichnet ein Verhalten, das dazu neigt, anderen entgegenzukommen, mitfühlend und verständnisvoll zu sein, Konfrontation zu vermeiden, sich anzupassen und sich um Konformität zu bemühen. Dem Nachgiebigen ist Übereinstimmung mit dem Gegenüber wichtiger, als die anderen mit seiner persönlichen Sicht der Wahrheit zu missionieren. Die Personen neigen besonders dazu, ihre persönlichen Bedürfnisse denen des Gegenübers oder der Gruppe unterzuordnen, also andere Normen zu übernehmen als auf persönlichen Normen zu bestehen oder solche überhaupt erst zu entwickeln. In dieser Personengruppe findet man nachgiebige Menschen – oft zu ihrem eigenen Nachteil.

 

Verträgliche Menschen sind oft gute Teamplayer; sie bemühen sich um andere und sind allgemein beliebt.

 

2.4 Gewissenhaftigkeit

 

Gewissenhaftigkeit bezieht sich darauf, wie eng sich jemand seinen Aufgaben und Zielen verpflichtet fühlt. Menschen mit einem hohen Wert beim Faktor „Gewissenhaftigkeit“ sind pflichtbewusst, gehen prinzipiell systematisch und genau vor. Sie lieben sehr die Ordnung, haben ein hohes Pflichtbewusstsein und eine große Selbstdisziplin bzw. Selbstkontrolle. Die Personen sind besonnen und versuchen, beharrlich ihre hohen Ziele zu erreichen. Sie sind ausgerichtet auf die persönlichen und beruflichen Ziele. Reize, die von der Erledigung der Aufgaben und von der Erfüllung der Pflichten ablenken können, werden kontrolliert und neutralisiert.  Eine konzentrierte Person ist sehr schwer abzulenken.

 

Wenn die Konzentration auf die Ziele zu extrem ausfällt, mutiert dieser Mensch zum „workoholic“; er ist fixiert bis hin zur Zwanghaftigkeit auf Arbeiten – mit den entsprechenden Konsequenzen wie z.B. gesundheitliche Probleme.

 

2.5 Offenheit

 

Die Offenheit wird in Verbindung gebracht mit der Wertschätzung für neue Erfahrungen sowie mit der Vorliebe für Abwechslungen. „Offene“ Personen besitzen geistige Beweglichkeit, Kreativität, Neugier und auch einen intellektuellen Ehrgeiz. Sie lieben Reformen, Abwechslung und haben Spaß daran, sich geistig zu bewegen. Diese Menschen neigen zu einer liberalen offenen Einstellung und sind besonders tolerant; sie tendieren dazu, neue Ansätze in Betracht zu ziehen und für neue Ideen einzutreten. Nicht selten haben sie eine Vorliebe für Kunst, Literatur und (klassische) Musik.

 

Bei einem „kreativen Erneuerer“ sind die Interessen – im Vergleich zu vielen anderen - breiter gestreut, er fühlt sich von Neuigkeiten und Innovationen fasziniert.

3 Der "Big Five-Check" - Bitte Tool anfordern

 

Welche Persönlichkeitsdimensionen überwiegen bei Ihnen? Sie haben Gelegenheit, einen Selbsttest durchzuführen und die Gewichtung der fünf grundlegenden Dimensionen zu ermitteln. Dazu haben wir ein Excel-Tool entwickelt, welches Sie kostenlos und unverbindlich bei uns anfordern können.

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Die Wesenszüge einer bestimmten Person sind aber nicht ganz fest in Stein gemeißelt: Zwar kann sich jemand nicht grundlegend ändern. Durch besondere Lebenserfahrungen und/oder durch ein gezieltes und bewusstes Training der eigenen Persönlichkeit lässt sich das spezifische verhalten in bestimmten Situationen in die gewünschte, die positive, Richtung bringen.

 

Versuchen Sie bitte, sich selbst so genau wie möglich zu beschreiben. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass sie sich so beschreiben, wie Sie sind – und nicht, wie Sie gerne sein möchten.

 

Wichtig ist folgender Hinweis: Ihre Testergebnisse dienen lediglich einer ersten Standortbestimmung, einer ersten Einschätzung. Sie zeigen die grundsätzliche „Richtung“ und sind deshalb überhaupt nicht verbindlich.

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